Theater und Kultur / Piazolla, Herkuleskeule
Theater und Kultur

Carmen, TheaterRuine
Zarah 47, Theater mit Biss
Piazolla, Herkuleskeule
Tango, Hamlet
Sommertheater
Im Herbst

City Life Dresden



 
 

Frau zwischen Reality und TV Wohl sehr langsam?




Sie erleben eine engagierte TV-Journalistin, die im Fernsehen Nachrichtensendungen moderiert. Hierbei geht es nicht um Politik, Globalisierung oder Mobbing, sondern, es geht um die Frau vor diesem Hintergrund, um ihre Leidenschaften, Niederlagen und Sehnsüchte, um den ganz kleinen Augenblick zwischen diesen differenten Welten. Matthias Dix sagt zu seinem Stück: "Ich wollte ein Stück über eine Frau schreiben ... Die Sache ging schief ... Die Frau hatte sich leise aus dem Text geschlichen. Doch mein männlicher Ehrgeiz galt nun einmal dieser Frau, sie sollte der Inhalt meines Stückes sein, sie wollte ich erobern."

Premiere: "Blende: Frau(sehr langsam)", Fr, 16.05., 21 Uhr, www.societaetstheater.de PROGNOSE: Andrea Thelemann ist wieder in einem zeitnahen Stück zu erleben - kraftvoll und ganz auch leise.



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Auf Winnetous Indianerpfaden

Der schönste Theaterweg

Ab Mai und bis September sind wieder Romantik, Abenteuer und schöne Stimmen inmitten eines faszinierenden Felskessels in verschiedensten Aufführungen auf der schönsten Naturbühne Europas zu erleben. Wenn der abenteuersuchende Indianerfreund nach einer gemütlichen Wanderung bergauf an Sommertagen trippelndes Pferdegetrappel und wild-klingende Schießereien erleben möchte, ist er in den drei Mai-Aufführungen der Wild-West-Geschichte rund um Sam Hawkins' Apachen- und Weiße-Mann-Co auf der ältesten Karl-May-Bühne, auf der schon seit 1938 Mays Phantasiegestalten lebendig werden, absolut richtig. Auch in der diesjährigen Spielzeit müssen Jean-Marc Birkholz als Winnetou und Jürgen Haase als Old Shatterhand in "Winnetou III", inszeniert von Olaf Hörbe nach Karl May, spannende und gefährliche Abenteuer bestehen. Jürgen Haase ist nun bereits in seiner 20. Spielzeit in Rathen und somit als ein "alter Hase" in den Abenteuerstücken nach Karl May hoch zu Rosse unterwegs. Beim Start der ersten Karl- May- Inszenierung nach dem 2. Weltkrieg mit "Der Schatz im Silbersee" 1984 übernahm er die Rolle des Winnetou und seit 1990 verkörpert er dessen Blutsbruder Old Shatterhand. Doch auch die Natur rund um die Felsen spielt mit und gehört zur Inszenierung wie die gemeine Silberbüchse zu einer Indianergeschichte. Gerade zwischen den aufragenden Felswänden des Rathener Wehlgrundes ist die Story um den Indianer-Freiheits-Kampf für junge und alte Wander- und Indianerfreunde das rechte Maß der Dinge.

"Winnetou III", 24., 25., 30.5., 15 Uhr, Felsenbühne Rathen, www.dresden-theater.de
PROGNOSE: Zunächst auf besten Friedenspfaden schlendern und sich dann dem abenteuerreichen Winnetou hingeben - so muss ein Mai-Nachmittag sein.



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Ruine mit Kult(ur)




Saison-Start per Tango

In einer Ruine startet die neue Saison und begonnen wird mit "Tango Amoratado", einem Duo für Bandoneon (Jürgen Karthe) und Klavier (Fabian Klentzke). Zum Repertoire gehören an die Tradition angelehnte, aber dennoch eigene Interpretationen. So fließen in die Arrangements, die oft aus dem "a la parrilla"-Spiel entstehen und die Erfahrungen aus einer zehnjährigen Auseinandersetzung mit dem Tango, vor allem aus der Arbeit mit dem Sexteto Andorinha, zu dessen Gründungsmitgliedern die Musiker gehören, ein. Das Programm lebt von alten Tangos von Eduardo Arolas bis zu Themen von Julio Plaza oder Piazzolla. Besonderer Fokus aber liegt auf den Kompositionen von Anibal Troilo.
"Tango Amoratado", Fr, 2.5., 19 Uhr, TheaterRuine St. Pauli, www.theaterruine.de
PROGNOSE: Sie erleben die Freiheit zur Improvisation in Solopassagen und das Spielen eines kraftvollen Tangos voller Überraschungen!



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Die Dekade zur Herkules - Keulen - GmbH

Zum zehn-jährigen Bestehen der "Keulen"-GmbH wird am 1.4. in der Herkuleskeule eine Festveranstaltung erwartet. Mit dem Geschäftsführer Volker Arnold sprach PRINZ, um mehr für Sie zum Festakt herauszufinden:

PRINZ: Eine Dekade lang nun ist die Herkuleskeule eine GmbH - ist das ein besonderer Grund zum Feiern? Und wie sieht der Festakt am 1.April aus?

VOLKER ARNOLD: Ja, das ist ein Grund, ein spezielles Fest zu arrangieren. 10 Jahre auf eigenen Füssen, wobei im Laufe dieser Zeit die institutionelle Unterstützung durch die Stadt von einst 50 % auf nunmehr 8 % zurückging. Doch flüssig gefeiert wird allemal. Zunächst beginnt das Event bereits 18 Uhr, denn viele zum Teil ehemalige Ensemble-Mitglieder haben sich angekündigt und werden entsprechend ihre Highlights und "Best-Offs" zeigen. Dabei sein werden unter anderem: Olaf Böhme, Thomas Freitag, Uwe Steimle, Peter Ensikat auch Manfred Schubert und andere. Die Musikalische Umrahmung bietet die Band "KRAMBAMBULI" und für gemütliches Sitzen und Feiern bei Bier und Sekt ist im Anschluss natürlich auch gesorgt.

PRINZ: Die Künstler hautnah also?
VOLKER ARNOLD: Ja, quasi, den Künstlern ganz nah sein ... Es werden natürlich auch Stifter und Gäste, die uns besonders unterstützten, eingeladen - als Dankeschön. Aber natürlich können alle kommen, die zu uns wollen! Unser Buch zum 40.Jahrestag mit CD und den Highlights der letzten Jahre kann man erwerben, gemütlich sitzen und feiern halt ...

PRINZ: Wie verändern sich Ihre Stücke, wenn sich politisch die Lage in der Nation oder globaler der Welt ändert?
VOLKER ARNOLD: Die Programme sind quasi immer im Fluss. Das heißt: Natürlich werden die Programme an die jeweilige Situation angepasst. Kommt ein Besucher beispielsweise in das gleiche Stück in der ersten oder später in der 50. Vorstellung wieder, dann kann es sein, dass er es nicht wiedererkennt. Lokalkolorit ist selten Thema, denn wir gehen viel auf Gastspiele, so dass wir inhaltlich breit gefächert an die Umsetzung gehen müssen. Wir gastieren von Aachen bis Zittau - da wäre "nur Dresdner-Lokal-Kolorit " oft fehl am Platze.

PRINZ: Sehen Sie beispielsweise "Breschke & Schuch" als Konkurrenz ?
VOLKER ARNOLD: Nein, Dresden ist groß genug für viele kabarettistische Theater. Kurze Bedenken hatten wir auch damals, als die Komödie öffnete. Das Publikum ist uns treu. Unsere Auslastung von bis zu 84 Prozent auf das Jahr gesehen, was aber auch damit zusammenhängt, dass wir keine Sommerpause machen, macht uns glücklich!

PRINZ: Vielen Dank für das Gespräch, viel Erfolg für Ihr neues Stück "Robinsöhne" und viel Publikums-Fluss weiterhin...



Festakt mit Überraschungen am Mo, 1.4., ab 18 Uhr, Herkuleskeule, www.herkuleskeule.de



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Marvins Töchter zeigen:

Krankheit und Familienzusammenrücken

Eine Premiere rückt nah: McPhersons 1991 entstandenes Bühnenstück, das auch mit Maryl Streep und Leonardo DiCaprio oskar-nominiert als Film entstand, kommt auf Dresdens Schloss-Bühne. Das Ensemble des Staatsschauspiels unter der Regie von Klaus Dieter Kirst setzt das Plot um eine Familie, die durch Krankheit zusammen rücken muss, um. Ein Schlaganfall bindet Marvin nun schon 20 Jahre ans Bett. Die Tochter Bessie pflegt ihn bis sie selbst eine harte Diagnose trifft: Leukämie. Die nächste Schreckensbotschaft: Eine Heilung sei nur durch Familienmitglieder möglich... Seit des Vaters Krankheit trafen sich die drei Geschwister nicht mehr. Der eigensinnige Neffe Hank, der wegen Brandstiftung in psychiatrischer Behandlung ist, wird es sein, der die notwendigen Familienzusammenführungs-Gespräche provoziert. Die Zukunft der Familie muss ebenso geplant werden, wie der Bess'sche Heilungsverlauf! Doch nur in einer familiären Vergangenheitsbewältigung liegt der Zukunft Kraft. So werden alte Träume wieder hervorgerufen und unterschiedlichste Lebensentwürfe treffen rasant aufeinander. Die Liebe, die Bessie während der Pflege des Vaters empfängt, wird ebenso thematisiert, wie auch Lees "Neu-Karriere" trotz Alleinerziehend-Status'. Eine Geschichte also, die nahe an jedem sein kann und genauso den Sinn des Lebens aus krankheitsbedinger Perspektive beleuchtet.

www.staatsschauspiel.de, PREMIERE am 8.2.2003, 19 Uhr 30, Schlosstheater


Prognose: Ein grandioses Stück mit absoluter Starbesetzung: Marita Böhme, Regina Jeske, Hannelore Koch und Ahmed Mesgarha!



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Copyright © 2003 Texte: Jörg Thomas Schulz u.a. f. PRINZ Dresden (Fotos: Promo/Theater)
Letzte Aktualisierung: 18.08.2003