Theater und Kultur / Tango, Hamlet
Theater und Kultur

Carmen, TheaterRuine
Zarah 47, Theater mit Biss
Piazolla, Herkuleskeule
Tango, Hamlet
Sommertheater
Im Herbst

City Life Dresden



 
 

Astor Piazzolla - im Societaetstheater




Konzertanter Tango Nuevo

Es war Anfang der 60er Jahre als Astor Piazzolla seine Kompositionsstudien bei Nadia Boulanger in Paris beendet und in seine Heimatstadt Buenos Aires zurückkehrt. Piazolla erneuerte den in die Jahre gekommenen Tango und präsentiert seinen "Tango Nuevo". Ein Skandal wird perfekt, denn nicht unumstritten ist der Neue Tango. Inzwischen aber steht Piazzolla für den zeitgenössischen Tango schlechthin. Seine Tangokompositionen sind im herkömmlichen Sinne nicht tanzbar. Unterschiedlichste Einflüsse wirken in den "neuen" Tango Nuevo. Elemente der Klassik, der argentinischen Folklore und Ingredienzien des Jazz und Pop fließen diskret ein in die neuen Stücke. Das Trio Ovidiu Simbotin (Violine), Daniele Bovo (Violoncello) und Stefan Eder (Klavier) spielen den Neuen Tango und werden im Konzert Stücke wie: "Oblivion", "La Muerte del Ángel" und "Verano Porteño" mal einfühlsam mal schrill konzertant in eigener Umsetzung darbieten.



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Tiny Dynamite

Explosive Geschichten erzählen

Um mit der Welt, so wie sie jetzt ist, klar zu kommen, liest Anthony seinem Freund absurde Geschichten aus der Zeitung vor. Es ist ein Spiel, das zwischen beiden beginnt. So suchen oder erfinden sie Geschichten, die partiell grotesk sind. Beide versuchen, herauszufinden, ob jeder Wirkung nur eine Ursache anhängt und sind permanent auf der Suche nach der "Schuld". Wann wird man schuldig? Die Vergangenheit schweißte beide zusammen und entfernt sie nun doch. Beide haben die gleiche Frau geliebt - ein dummer Unfall, oder trennte ein Selbstmord die beiden von ihr... Statt miteinander zu reden, flüchten beide in Geschichten aneinander vorbei, die die Sinn- und Schuldfragen klären sollen. Doch alles kommt ganz anders - im Urlaub. Wieder wird eine Frau in das Leben der Freunde treten, und diesmal werden sie ermutigt, offen über sich zu erzählen. Wird damit wieder keine Frage unbeantwortet bleiben? In dem Stück von Abi Morgan werden die "offenen Fragen" von Annedore Bauer, Axel Röhrle und Sven Tjaben gespielt.

Premiere: "Tiny Dynamite" am Do, 12.6., TIF, 20 Uhr, www.staatsschauspiel-dresden.de

PROGNOSE: Hier werden für Sie spielerisch junge Männer mit "ihren" Geschichten auf der Suche nach Antworten durch die Wirren der Liebe "zurück zur Kindheit" versetzt.



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Weibsbilder in allen Facetten




Musikalisches Quer-Beet-Cabaret

Die arg quietschenden und ebenso charmanten Weibsbilder sind schlagfertig und sie können unglaublich-unverschämt gut singen! Vom ach so leichtfüßigen Schlager, witzig-erregenden Couplets, übergroßen Chansons und anspruchsvollem Jazz bis hin zu feel-heißem Soul wird im Programm der "Weibsbilder" ein musikalisches Häppchen nach dem anderen kredenzt. Das Notenmeer scheint schier unendlich und keine Partitur von Klotzsche bis Kalkutta scheint vor der eloquenten Frauenpower sicher zu sein. Mit ihrem musikalischen Begleiter, dem Knotenpunkt der "Weiberie", Jörg Lehmann, kommen sie mit ihrer Premiere im April auf die Schuch-Breschk'schen Bretter. "Weibsbilders Mannsbilder" ist das Bühnenstück, in dem eine Damenband und "Lollipoppen" schon seit Dekaden quer durchs Show-Geschäftliche tingeltangeln. Die Damen kennen jede Schwäche der anderen Künstler-GenossenInnen und lassen keine Chance ungenutzt, um mit den eigenen Waffen zu- und rückzuschlagen - zu schlagen wer im Wege steht! Sie singen, tanzen und spielen sich und andere an die Wände hinter den Brettern, die die Superwelt bedeuten. So werden gängige Klischees wie Diäten, die Liebe und die Superweiber allgemein in all ihren Facetten gezeigt und parodiert. Eines ist sicher: Männer sind in der Band tabu! Doch dann just an ihrem 10. Bühnenjubiläum kommt alles ganz anders. Manche mögen's ja bekanntlich heiß... Die Darstellerinnen Janis Deyda, Anna Maria Scholz und Anja Schumann sind die Superweiber, die schwungvolle Töne s(ch)wingen.

"Weibsbilders Mannsbilder" - Premiere am So., 27.04.2003, 19.00 Uhr, Kabarett "Breschke & Schuch", www.kabarett-breschke-schuch.de
Prognose: Ein schriller Reigen komischer Momente und Weiber-Kämpfe im Kabarett-Stil wird Sie Ende des Monats erfreuen!
FOTO: HL Böhme



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Walter Plathe bewegt den Vorhang




Heute (mal) kein Hamlet

Es ist alles ganz einfach, denn der Vorhang trägt ja eh die Schuld. Der Rest ist Schweigen - oder wäre Schweigen .... denn, was geschieht, wenn der Hauptdarsteller des "Hamlet" verunglückt und die Vorstellung abgesagt werden muss, zeigt die Dresdner Komödie im April. Der Zufall mit dem Vorhang, der sich zu früh öffnet und der ehemalige Schauspieler und jetzige Vorhangzieher steht unvermittelt wieder vor dem Publikum. (S)Eine Chance zu spielen?! Aber was nur darbieten? Heute eben kein Hamlet - dafür Walter Plathe, seit Jahren ein anerkannter und beliebter Schauspieler, in einer Glanzrolle mit Esprit und komischsten Spielsituationen, die nicht selten tragische Elemente beinhalten und zugleich Sinnlichkeit und Humor dem Publikum bereithalten.



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Sommernacht und Traum

Abwege unter dem Vollmond

Shakespeares "Sommernachtstraum" wird als Neuinszenierung durch die TheaterRuine St. Pauli Premiere haben. Die zauberhafte Kulisse ist wie geschaffen, dieses Verwirrspiel um Liebe und die Sehnsucht, die auch in der glücklichsten Beziehung bleibt, als Traum zu erleben. In der geradlinigen und sinnlichen Inszenierung gerät der Figurenreigen von Oberon, Titania und den Elfen über die vier mehr oder weniger glücklich Liebenden in einen Taumel aus Leidenschaft und Begehren. Puck, die in allen Welten beheimatete Elfe, jongliert lustvoll und hemmungslos mit Ängsten und Sehnsüchten. Doch zum Schluss siegt trotz aller Verlockungen der Drang, sich dem geliebten Menschen hinzuwenden. Poetische Bilder und märchenhafte Gewänder in der Ausstattung von Tanja Wackwitz machen das Stück zu einem optischen Erlebnis. Sensible Musik von Fabian Simón, Witz und Grotesken, ohne aber den Versuch einer "Neudeutung oder Modernisierung der Urgeschichte", so der Regisseur Jörg Berger, werden Sie in der traumhaften Spielstätte einfach nur verführen. Es wird dies ein besonderes Stück Theater, das eine Sommernacht traumhaft werden lässt.


Premiere "Sommernachtstraum" am 20.6., TheaterRuine St. Pauli, Königbrücker Platz, 20 Uhr, www.theaterruine.de


PROGNOSE: Drei Tage vor Mittsommernacht gerät die Inszenierung des Ruinen-Ensembles zu einem Sinnen-Erlebnis besonderer Art in einzigartiger Kulisse.



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Copyright © 2003 Texte: Jörg Thomas Schulz u.a. f. PRINZ Dresden (Fotos: Promo/Theater)
Letzte Aktualisierung: 18.08.2003