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Heißer Sinnentaumel und wilde Farbenpracht
Vor stets ausverkauftem Haus lief das letzte Erfolgsstück der Dresdner Flamenco-Tanzcompagnie Caliente! "El jardin de mis suenos" - einen Nachschlag bringt nun ihr neustes Werk: "Gesucht: Carmen". Hierbei nähern sich die Darsteller dem größten Spanien-Klischee auf sehr individuelle Weise. Die atemberaubende Kraft von Prosper Merimées Frauenmythos, den auch Bizet aufgreift, gab die Inspiration dazu. Offensive Erotik, Freiheitsdrang und absolute Konsequenz bis in den Tod hinein - dafür steht Carmen genau so wie für Verführung, das Ewig-Weibliche und befreite Sexualität. Eine Hommage an das Leben, an die Freiheit und an den Flamenco ist das Credo der Aufführung. Wie oft in den Stücken des Projekttheaters greifen Schauspiel, Musik, Tanz und Bildende Kunst ineinander und geraten so zu einer spannenden Gesamtkomposition. Eine aufwendige Ausstattung und ein einzigartiges Bühnenbild stehen der exzentrischen Carmen in nichts nach. Sicher ist, dass für die Aufführungen kaum Karten übrig bleiben werden und der letzte Sommer-Touch sich nochmals heiß entzünden wird.
Premiere: Gesucht: Carmen, Mi, 3.9., 20 Uhr, Projekttheater, www.caliente-online.de
Prognose: Die leidenschaftliche Glut entzündet den Funken und das Publikum wird in den rauschhaften Sog der Erzählung gezogen.
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Der Himmel stürzt ein Der Himmel ist abgeschafft, die Sonne das Zentrum. Galileo Galilei belegt 1610 durch seine Forschungen, dass die Erde eben nicht im Mittelpunkt des ganzen Universums steht. Mit dem Beweis der Lehre des Kopernikus erfolgte nun ein radikaler Angriff auf die alte, kirchliche und weltliche Ordnung, die dem Menschen Jahrhunderte lang Sicherheit und Geborgenheit versprach. Doch auch der Gelehrte ist machtlos und leugnet - leugnet seine eigene Forschung und damit sich, als er sich 1633 der "heiligen" Inquisition gefoltert stellen muss. Brecht selbst spiegelt sich in diesem Stück, das ein sehr persönliches von ihm ist. Aktualität bringt das Bühnenwerk auch heute, all zu oft steht der Intellektuelle, der Denker, ein Vorreiter oder ein Beginner allein mit seinen Katastrophen da... kämpft dagegen an und muss sich den Mächtigen beugen. Endlich wieder Brecht! Und damit eine Premiere im Staatsschauspiel, die in eine neue Theater-Saison verführt.
Leben des Galilei, Premiere am 27.9., 19.30 Uhr, Schauspielhaus, www.staatsschauspiel-dresden.de PROGNOSE: Verfremdung und spannende Weltklugheit um Erkenntnis und Verkenntnis ab September auf der großen Bühne.
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Die Blumen des Bösen
Ihre eigenartige Vorliebe für seltene Pflanzen beschert zwei kleinen Angestellten eines heruntergekommenen Blumenladens plötzlichen und unerwarteten Ruhm - und gewaltigen finanziellen Erfolg. Dafür verantwortlich ist ein ganz besonders schönes Gewächs. Nur hat "Audrey II" eine grausige Eigenart: Statt Fliegen zu fangen, verlangt das Blumen-Monster Blut - "aber bitte Frisches!" Die mitreißend absurde Geschichte, humorvoll erzählt und musikalisch im Stil der sechziger Jahre, kommt als bunte Herbstzeitlose nach Dresden.
Premiere: Der kleine Horrorladen, Fr 26.9., 19.30 Uhr, www.tjg-dresden.de
PROGNOSE: Ein Grusical im Herbst - nicht nur für Botaniker!
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