CSD 2003
Eine Dekade Kampf


Das erste große Jubiläum steht dieses Jahr dem sächsischen CSD in Dresden ins Haus - was 1994 auf dem Altmarkt mit einer Reihe von Infoständen begann, hat sich bis heute zu einer stattlichen politischen Demonstration mit reichlich Rahmenprogramm entwickelt. Der Christopher Street Day stand erstmals 1969 für eine Demonstration, sich gemeinsam gegen allumfassende Diskriminierung von Lesben und Schwulen zu richten und wird inzwischen auf der ganzen Welt zum Anlass genommen, um Gleichberechtigung in Staat, Recht und Gesellschaft einzufordern. Als Ausdruck ihrer Emanzipation demonstrieren Schwule und Lesben auf dem Christopher Street Day auch Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Der CSD in Dresden wird dieses Jahr den Auftakt zur gesamt-deutschen CSD-Saison bieten. Und selbst Dresden als Stadt wird in diesem Jahr bewusst Farbe bekennen, denn Oberbürgermeister Ingolf Roßberg übernahm die Schirmherrschaft. Die Hauptveranstaltung des CSD`s in Sachsen wird die Parade am Samstag, 31. Mai 2003, in Dresden sein. Dazu trifft sich die queere community ab 13 Uhr auf dem Albertplatz, um dann 14 Uhr ihre Demonstration durch die Neustadt sowie Altstadt und letztlich in Richtung Altmarkt zu führen. Daran werden dieses Jahr so viele Wagen wie nie zuvor in Dresden teilnehmen, und auch Biker werden erwartet.

Mehr Infos unter: "10 Jahre CSD - Dresden bekennt Farbe", www.csd-sachsen.de

LYSISTRATE
Krieg zwischen Athen und Sparta. Verzweifelt lässt Lysistrate die Athener Frauen schwören, sich so lange ihren Männer zu verweigern, bis Frieden herrscht. Auch Lampito, Abgesandte der Frauen aus Sparta, will ihre Geschlechtsgenossinnen zum Liebesstreik verpflichten. Die Athenerinnen verschanzen sich auf der Akropolis und bemächtigen sich der Staatskasse. Sie müssen sich gegen die empörten Angriffe ihrer Männer wehren und ihre eigene Lust unter schwierigen Umständen im Zaum halten. Durch Liebesentzug zur totalen Kapitulation vor ihren Frauen gezwungen, sind die Männer beider Lager schließlich bereit, miteinander Frieden zu schließen.
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Ankündingen - Mai 2003
Programm - Juni 2003

 
ANKÜNDIGUNGEN
PRINZ-Kommunikation Verwaltungs GmbH
Redaktion Dresden
www.prinz.de


Tiny Dynamite
Explosive Geschichten erzählen

Um mit der Welt, so wie sie jetzt ist, klar zu kommen, liest Anthony seinem Freund absurde Geschichten aus der Zeitung vor. Es ist ein Spiel, das zwischen beiden beginnt. So suchen oder erfinden sie Geschichten, die partiell grotesk sind. Beide versuchen, herauszufinden, ob jeder Wirkung nur eine Ursache anhängt und sind permanent auf der Suche nach der "Schuld". Wann wird man schuldig? Die Vergangenheit schweißte beide zusammen und entfernt sie nun doch. Beide haben die gleiche Frau geliebt - ein dummer Unfall, oder trennte ein Selbstmord die beiden von ihr... Statt miteinander zu reden, flüchten beide in Geschichten aneinander vorbei, die die Sinn- und Schuldfragen klären sollen. Doch alles kommt ganz anders - im Urlaub. Wieder wird eine Frau in das Leben der Freunde treten, und diesmal werden sie ermutigt, offen über sich zu erzählen. Wird damit wieder keine Frage unbeantwortet bleiben? In dem Stück von Abi Morgan werden die "offenen Fragen" von Annedore Bauer, Axel Röhrle und Sven Tjaben gespielt.

Premiere: "Tiny Dynamite" am Do, 12.6., TIF, 20 Uhr, www.staatsschauspiel-dresden.de
PROGNOSE: Hier werden für Sie spielerisch junge Männer mit "ihren" Geschichten auf der Suche nach Antworten durch die Wirren der Liebe "zurück zur Kindheit" versetzt.





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JUNI 2003/ BÜHNE-Ankündigung

Sissi Perlinger träumt:
Vom Joint zum Rave

Ein gänzlich neuer Traum der Entertainerin des Esprits kommt als Gastspiel in die Komödie Dresdens. Neue Songs und Lieder werden Ihnen in neuen Kostümen und per theatralischem Ansatz nahe gebracht. Aber im "Traumprogramm" bleibt natürlich das Bestbewährteste an ihrer Seite erhalten: Ihr wunderbarer Partner, der Herr Scheibe, als schauspielerisches Gegenüber und musikalisches Universalgenie. Eine Frage steht nächtens im (T)Raum: Nämlich die nach dem Sinn des Lebens und der Frage nach der perfekten Frau ... In Traumsequenzen gleitet das Programm, beginnend an Mamas Rockzipfel, über den ersten Joint der 70er Jahre, in die coolen 80-er, hin zur Raverin der Gegenwart und wohlüberlegt darüber hinaus ins Jahr 2020. Wie muss die gemeine Frau dann wohl sein? Sissi Perlinger begann mit 19 Jahren ihre äußerst vielseitige Ausbildungszeit, die bis zum heutigen Tag in keiner Weise abgeschlossen ist, wanderte als erstes nach Frankreich aus, wo sie sich das Geld für ihre Ausbildung auf der Strasse ertanzte. Kam dann zurück nach München, um zwei Jahre lang die 2. Stimme in "5 voices in close harmonie" mit der Truppe "The high cat" zu singen. Sie brachte es insgesamt auf eine 8 jährige solide Tanz-Gesangs-Schauspiel und Sprecherziehung. Unter anderem besuchte sie die Musical Schule im "Theater an der Wien", das "Centre de Ballet" in Paris und nahm unzählige Privatstunden und Intensiv-Workshops in München, New York City und L.A. Die beste Ausbildung aus ihrer Sicht ist allerdings das Leben und der Beruf - und hier übte sie an Film-, TV und großartigen Bühnenprojekten, bis sie schließlich jetzt bei Ihrem neuen Bühnen-Traum-Programm landete.

Gastspiel: "Traumprogramm", Fr, 13.6., 19.30 Uhr, Komödie Dresden, www.komoedie-dresden.de
PROGNOSE:
Geschichten um die Frau von gestern, heute und bis morgen in Traumsequenzen auf ganz besonders perlige Art performt durch die Perlinger!




Sommernacht und Traum
Abwege unter dem Vollmond


Shakespeares "Sommernachtstraum" wird als Neuinszenierung durch die TheaterRuine St. Pauli Premiere haben. Die zauberhafte Kulisse ist wie geschaffen, dieses Verwirrspiel um Liebe und die Sehnsucht, die auch in der glücklichsten Beziehung bleibt, als Traum zu erleben. In der geradlinigen und sinnlichen Inszenierung gerät der Figurenreigen von Oberon, Titania und den Elfen über die vier mehr oder weniger glücklich Liebenden in einen Taumel aus Leidenschaft und Begehren. Puck, die in allen Welten beheimatete Elfe, jongliert lustvoll und hemmungslos mit Ängsten und Sehnsüchten. Doch zum Schluss siegt trotz aller Verlockungen der Drang, sich dem geliebten Menschen hinzuwenden. Poetische Bilder und märchenhafte Gewänder in der Ausstattung von Tanja Wackwitz machen das Stück zu einem optischen Erlebnis. Sensible Musik von Fabian Simón, Witz und Grotesken, ohne aber den Versuch einer "Neudeutung oder Modernisierung der Urgeschichte", so der Regisseur Jörg Berger, werden Sie in der traumhaften Spielstätte einfach nur verführen. Es wird dies ein besonderes Stück Theater, das eine Sommernacht traumhaft werden lässt.

Premiere "Sommernachtstraum" am 20.6., TheaterRuine St. Pauli, Königbrücker Platz, 20 Uhr, www.theaterruine.de

PROGNOSE:
Drei Tage vor Mittsommernacht gerät die Inszenierung des Ruinen-Ensembles zu einem Sinnen-Erlebnis besonderer Art in einzigartiger Kulisse.



Texte: Joerg Thomas Schulz f. PRINZ Dresden