Anke Teickner, Foto: Hagen König
Illuminaten - erleuchtende Paranoia
Im TIF ist der 70-er Jahre Kult-Roman los
Die nächste Premiere im TIF heißt "Die Illuminaten" - in einer Bearbeitung der 70er-Jahre-Kultromane von den Amerikanern Robert A. Wilson und Robert Shea. Im besonders von Studenten beliebten Theater in der Fabrik gibt's wieder eine Inszenierung von Friederike Heller, die sich in Dresden schon einen Namen mit "Elementarteilchen" und mit "Bond - Agent gefesselt" gemacht hat.
In dieser Uraufführung geht es um Paranoia und Verschwörungstheorien: Die Illuminaten haben die amerikanische Regierung unterwandert - sie regieren, kontrollieren, dealen, erfanden das Selbstmordattentat und: Sie agieren global auf der gesamten Welt! Dieses Unsicherheitsszenario wurde als Buch ein Riesenerfolg. Die Bühnenfassung erarbeitete Marcel Luxinger. Es spielen: Vivien Mahler, Stefan Düe, Yuri Englert.
Seien Sie gespannt auf die Theorie der welt- und zeitumspannenden Verschwörung, die am 5.12 . im TIF beginnt!

Texte: Joerg Thomas Schulz f. PRINZ Dresden
 
ANKÜNDIGUNGEN
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Schandauer Str. 64
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Theater mit Biss
Die Göttinnen des Jahrhunderts Monika Hildebrand bringt sie Ihnen näher




Das Societaetstheater ist ein Gastspielhaus. Damit verbindet sich inhaltlich und ästhetisch eine besondere Form von Theaterarbeit. Als "Zusatz-Vorführstätte" fungiert auch im Dezember wieder das Restaurant L' art de vie, wo Monika Hildebrand mit ihren Lesungen zu den Diven einige Abende gestaltet. Die vergangenen Lesungen thematisierten die Leander, die Garbo und Piaf - die Dezember-Diva ist die Monroe. Dabei werden Sie Einblicke in das Leben, Lieben und Leid der Blonden erhalten - wie gewohnt von der Hildebrand in einnehmender Darstellung gelesen. Und überdies mit einer besonderen Beigabe: ein Glas Prosecco sowie Chicken-Wings mit Bohnengemüse werden den göttlichen Abend komplettieren.
Der Gedanke zur Lesereihe kam Frau Hildebrand "über Nacht", inspiriert durch der Göttinnen eigenen l' art de vie. Ein komplettes Bild der Diven kann nie entstehen, aber Sie erhalten mit Sicherheit erweiterte Impressionen aus dem jeweiligen Leben der "emanzipierten, rebellischen und unsterblichen Frauen des 20. Jahrhunderts".
Prognose: Ein mondäner Abend - im Dezember endlich die Monroe!
Um Reservierungen wird gebeten unter: 802 7300, Preis: 15,5 Euro, 3.12. und 17.12., Societaetstheater / Restaurant




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Dezember 2002/ BÜHNE-Ankündigung

Zahra 47 - der Wind hat mir ein Lied erzählt
Das totale Lied oder das Musical Solo: die Leander am Ende?


Die Leander an ihrem 40. Geburtstag fünf Jahre nach ihren Erfolgen auf ihrem Gut in Schweden - allein. Sie, so scheint's, ist vergessen von Freunden und Bekannten. Der einst best-bezahlte UFA-Star bekommt mit diesem Musical-Solo eine melancholisch-schrille Hommage, die berührend einen Blick wirft - einen Blick auf die unpolitische Leander.
Neben Rechnungen erreicht den Star nur ein Brief: "Wir wollen in unserem Land keine Nazischweine !" - dieser ist ebenso unverständlich für die Diva, wie die Auftrittsverbote in Deutschland und Österreich. Denn die Zarah, der "politische Idiot" hasst Politik und so auch politische Künstler wie Herrn Brecht "Brr..." und sie ist stolz darauf!
Das Stück lebt von thematisierter Politik! "Die sollten doch froh sein, dass ich wegen des Geldes und nicht aus Gesinnung für die Deutschen gesungen habe!" Jene Äußerungen machen ihre Isolation deutlich und lassen darauf schließen, dass die Diva den einsamen Rückschwung nicht bewältigt. Das "Musical für ein Solo" läuft noch einmal mit der Hauptdarstellerin Anke Teickner auf der Studiobühne Ende des Jahres - denn, "warum soll eine Frau kein Verhältnis haben, kein Verhältnis haben" - und schon gar nicht zu Politik, oder? So wird erzählt, berichtet und gesungen - einfach so und einfach beeindruckend. Wer den UFA Star noch nicht genug zu kennen glaubt, sollte sich die diva-esquen "Polit-Mähren" á la "Hitler? Hab' ich einmal gesehen und ihm gesagt, dass er was mit seinen Haaren machen muss ..." eindringlich gönnen! Die totale Leander unter der Regie von Eddy Socorro, am Piano: Matthias Thomser; das Stück ist von Peter Lund. 29.12., 20 Uhr, Landesbühnen Sachsen, Studiobühne

Prognose: Im Januar 2002 die Premiere - im Dezember noch ein Lied auf die "Unpolitische"

Dekoration



Der Weltaidstag am 1.12.
Gala: Du sollst ein Glückschwein sein


Die Herkuleskeule präsentiert zum Welt - AIDS - Tag eine Veranstaltung, auf der sich Dresdner Organisatoren vorstellen werden, die mit den Belangen rund um HIV und AIDS betraut sind. Unter anderem: die AIDS-Hilfe Dresden, das Gesundheitsamt, der Schwulen- und Lesbenrat des ASTA, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und auch der Polizei, Gerede e.V. usw.
Eine Revue über Homos, Heteros und AIDS von Michael Frowin, die auch satirisch-melancholische Momente beinhaltet, ist der Höhenpunkt des Abends. Mit großem Erfolg veranstaltete M. Frowin diese Revue bereits in Pforzheim und Krefeld. Die gesamten Einnahmen und Spenden kommen der Dresdner AIDS-Hilfe zugute. Na, dann sehen wir uns als Glücksschwein?