3. Koproduktionen im TIF 50 mal besser?

11. September 2001 - gesellschaftliche aber auch kommunikative Veränderungen sind deutlich spürbar. Diese werden in Kathrin Rögglas Stück untersucht. Die Autorin selbst war während des Terroranschlags in New York nur einen Kilometer entfernt von den Twin Towers. Sie sammelt die Stimmen der New Yorker, die sie im Band "really ground zero" zusammenführt, geht auf Lesereise in Deutschland und ist von der Betroffenheit und Angst ihrer Zuhörer, die sich vom Pragmatismus, mit dem sich die Amerikaner ihr Leben nach jener existenziellen Erfahrung neu organisieren, derart überrascht, dass Kathrin Röggla weiter recherchiert. Daraus entsteht eben jenes Theaterstück "fake reports", das 2002 am Volkstheater in Wien uraufgeführt wurde. Es ist hier nun aktualisiert und beschäftigt sich ebenso mit dem drohenden Krieg im Irak. Es spielen in den "die 50msl besseren amerikaner": Anna Böttcher, Silvina Buchbauer, Franziska Olm; Jörg Schiebe, Philip Stengele. Zum dritten Mal - nach "Täglich Brot" und "Schieß doch, Kaufhaus" - entsteht eine Koproduktion des TIF mit dem Theaterhaus Jena und den sophiensælen Berlin in Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater Hamburg, "auawirleben" und dem Zeitgenössisches Theatertreffen in Bern. Zu Beginn im März startet das Gastspiel "Howl" im TIF ein. Dazu verlost Prinz ebenso Freikarten.

Gastspiel und Koproduktionen: 1.,20.,21.22., 23.3., 20 Uhr, TIF, www.staatsschauspiel.de


Ankündingen - Februar 2003
Programm - März 2003




Texte: Joerg Thomas Schulz f. PRINZ Dresden
 
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Liebestanz in Radebeul Romeo und Julia
Die arg lange Fehde zwischen den Montagues und Capulets macht es unmöglich, dass sich Romeo und seine Julia öffentlich zu ihrer Liebe bekennen können. Heimlich wird sich getraut. Als Romeo jedoch einen Capulet tötet und der Stadt verwiesen wird, gerät Julia in einen fatalen Zwiespalt. Aber die Pflicht-Trauung mit dem Grafen Paris steht ihrer Romeo-Liebe gegenüber... Um ihrem Romeo treu zu bleiben, versetzt sie sich durch Gift vorübergehend in einen todesähnlichen Schlaf. An ihrem vermeintlichen Totenbett nimmt sich der zurückgekehrte Romeo das Leben und wenig später folgt ihm Julia in den Tod... An Shakespeares Werk angelehnt, spiegelt Prokofjews Ballettmusik - gestisch kraftvoll und lyrisch einfühlsam, zunächst humorvoll und schließlich voller tragischer Emotionalität. Erst zwei Jahre nach der Uraufführung des Balletts 1938 entsteht Lawrowsiks legendär gewordene Inszenierung am Kirow-Theater Leningrad, die seither weltweiten Erfolg feiert. Im März 2003 ist der Liebes- und Streittanz in Radebeul bewegend zu verfolgen.

Prognose: Legendäres Ballett um Liebe und Freitod, emotionsreich und bewegend unter der Choreographie von Reiner Feistel.

Premiere am 8. März 2003, 19 Uhr 30, Ballett von Sergej Prokofjew nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare
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MÄERZ 2003/ BÜHNE-Ankündigung

Am Welttheatertag kommenFrankensteins Gene!

Endlich! Das 21. Jahrhundert ist errreicht! Der blutjunge Nobelpreisträger Dr. Frank N. Stein entwickelt aus seinen Genen einen Menschenklon. Die Mächtigen allesamt sind sehr interessiert. Die Durchschnittsfamilie benötigt ebenfalls dringend gentechnisch designten Nachwuchs. Franks vernachlässigte Braut ist natürlich nicht arg begeistert. Sie übt Kung Fu. Sogar Hitler taucht plötzlich auf, das kann kein Zufall sein. Gott singt einen Blues. Wer aber ist Frankensteins Monster? Ist letztendlich alles nur Sciencefiction, oder was? Es ist dies die Uraufführung von Olaf Brühl, in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin. Zusätzlich läuft ein Symposium zu den "50 Jahren" der Puppenspielkunst unter anderem im auch im Societaetstheater.

Regie: Heiki Ikkola, Ausstattung: Klaus Noack, Musik: Dietrich Petzold, Puppen: Thomas Klemm/ Atelier des TJG, es spielen: Inka Arlt, Inga Schmidt, Ulrike Schuster, Carsten Dittrich, Frank Alexander Engel, Peter Lutz, Nis Søgaard

27.3., 20.00 Uhr, Puppentheater Rundkino Premiere, www.tjg-nach-sechs.de